Zitate von starken indianischen Frauen II
Geschrieben von Menominee am Dezember 12 2011 21:43:46



"Wer sein Selbst nicht lieben kann,
kann niemanden lieben.
Wer sich seines Körpers schämt,
schämt sich alles Lebendigen.
Wer seinen Körper schmutzig findet,
ist verloren.
Wer die schon vor der Geburt erhaltenen
Gaben nicht respektieren kann,
kann nie etwas richtig respektieren."

eine Nootka



"Das Kind vom Ursprung des Lebens.
Wo ist es entsprungen?
Woher kam die Morgendämmerung?
Die Morgendämmerung war der Anfang.
Was ist die Quelle dieses Lebendigen in
der Hülle unseres Fleisches
im Gedächtnis des Menschen ist
keine Erinnerung an das allererste Leben
Wo ist sie entsprungen,
diese Quelle, wo das Leben fließt?
Sie kam aus der Fruchtbarkeit der Dunkelheit?
Über wem dämmerte der Morgen?
Über die Seele des Anfangs selbst.
Wer bringst Leben hervor?
Es wird geträumt in mystischer Schöpfung.
Und was war der allererste Traum?
Es war der Anfang selbst."

Anna L. Walters - Pawnee-Otoe-Indianerin



"Ich sage immer, was ich in meinem Herzen für wahr halte.
Darum geht es. Wenn alle das verstehen könnten, würden sie wissen,
wie ich mich fühle. Wenn andere Menschen sich ihre Kultur bewahren
und weiter danach leben würden, wüssten sie um diese Dinge.
Manchmal sagen die Leute, ich würde wieder Indianer spielen.
Oh, das ist traurig.
Ich glaube nicht, daß ich Indianer spielen
oder mich wie eine Indianerin aufführen muß.
Ich bin eine.
Ich bin so.
Ich bin, wer ich bin.
Und ich bin stolz."

Mary Leitka Hoh



"Wenn du in diesem Land lebst, und Ahnen hast,
die in diesem Land schlafen, dann glaube ich,
dass dich dies zu einem Einheimischen dieses Landes macht.
Das hat nichts mit deiner Hautfarbe zu tun.
Ich bin nicht aufgewachsen, um auf das rassische Aussehen
anderer Leute zu achten. Was ich dachte, ist,
dass wir Blumen in des Grossen Geistes Garten sind.
Wir teilen eine gemeinsame Wurzel
und diese Wurzel ist die Mutter Erde."

Oh Shinnah



"Wie glücklich ich bin?
Das ist für uns die wichtigste Frage im Leben.
Für einen Indianer hängt der Erfolg nicht davon ab,
wie viel er verdient
oder welche gesellschaftliche Stellung er einnimmt,
sondern einzig und allein davon, wie glücklich er ist."

Beryl Blue Spruce - Pueblo Indianerin



Die Weissen haben niemas Achtung vor dem Land gehabt,
und das Schicksal von Hirsch oder Bär ist ihnen gleichgültig.

Wenn wir Indianer ein Tier töten, essen wir alles auf.
Wenn wir Wurzeln ausgraben, machen wir kleine Löcher.
Wenn wir Häuser bauen, graben wir kleine Löcher.
Wenn wir wegen der Heuschrecken Gras abbrennen,
zerstören wir dabei nichts.
Wir schütteln die Eicheln und Nüsse von den Bäumen.
Wir schneiden die Bäume nicht um.
Wir verwenden nur totes, dürres Holz.

Aber die weissen Menschen pflügen die Erde auf,
fällen die Bäume, vernichten alles.
Der Baum sagt "Tu es nicht! Du fügst mir Schmerz zu.
Verletz mich nicht!" Aber sie fällen und zerschneiden ihn.
Der Geist des Landes haßt sie.
Sie sprengen Bäume mitsamt ihren Wurzeln und verwunden die Erde.
Sie sägen die Bäume in Stücke. Sie tun ihnen Leid an.

Wir Indianer verletzen nichts und niemanden,
aber die Weissen zerstören alles.

Sie sprengen die Felsen und verstreuen sie weit über die Erde.
Der Fels sagt: "Tu es nicht! Du fügst mir Schmerz zu".
Aber die Weissen kümmern sich nicht darum.

Wie kann der Geist der Erde die Weissen lieben?
Überall, wo der weisse Mann die Erde berührt hat, ist sie krank.

Wintu Woman, 19. Jahrhundert



"Es gibt mehr als eine Strasse, die zum Leben nach dem Leben führt
Es gibt mehr als eine Art zu lieben, es gibt mehr als einen Weg,
die andere hälfte seines Selbst in einen anderen Menschen zu finden,
es gibt mehr als eine Art, den Feind zu bekämpfen.
Wer sein Selbst nicht lieben kann, kann niemanden lieben.
Wer sich seines Körpers schämt, schämt sich alles Lebendigen.
Wer seinen Körper schmutzig findet, ist verloren.
Wer die schon von der Geburt erhaltenen Gaben nicht respektieren
kann, kann nie etwas richtig respektieren."

eine Nootka



"Mutter Erde hat uns die Mitteln zum lernen bereit gestellt:
Die Natur bleibt wohl die beste Schule, und all die Tiere sind da die hervorragensten Lehrer,
nur wage ich es zu bezweifeln, daß der Mensch ein guter Schüler ist.... "

(c) Sabine Wiedenmann



"Ein Kindchen schritt mit wackeligen Schritten durch eine Wunderwelt,
ich bevorzuge deren Dogma meiner Ausflüge in natürliche Gärten,
wo die Stimmen des Grossen Geistes erhört werden im Zwitschern der Vögel,
dem Rauschen von starkem Wasser,
und dem süssen Duft von Blumen.
Wenn das Paganismus ist,
dann bin ich ein Pagan."

Zitkala-Sa - Gertrude Simmons Bonnin, Dakota